Sie sind hier: Startseite Aktuell Klagen und leben im Spital

Klagen und leben im Spital

Vom 1. März bis 14. Mai bietet sich in der Spitalkirche des Unispitals eine Klage- und Lebensmauer an.

Eine Mauer, um zu klagen in der Passionszeit – eine Mauer des erwachenden Lebens ab Ostern.

Es tut gut, auch einmal zu klagen. Nicht immer nur stark sein zu müssen. Und in einem Spital wird Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Personal viel abverlangt. Seit 2010 hält die Spitalkirche im Universitätsspital Zürich die Tradition der Klagemauer aufrecht. Von Aschermittwoch (1. März) bis Karfreitag (14. April) sind die Besucherinnen und Besucher der Spitalkirche eingeladen, kleine Zettelchen mit ihren Anliegen in die Ritzen zu legen - wie an der grossen Klagemauer in Jerusalem. Ob es gelingt, so auch etwas loszulassen von den vielen Sorgen, die manchmal ganz allein getragen werden?

Wo zuerst ein Ort der Klage war, kann neues Leben spriessen, können Lebensmut und Zuversicht zurückkehren. Von diesem Jahr an verändert sich die Mauer ab Ostern. Langsam belebt sie sich mit Blumen, Pflanzen, Schmetterlingen. Dieselbe Mauer, die karg und öd dastand, soll aufblühen. Das Leben stirbt nicht. Allein schon ihr Anblick soll beschwingen, ermutigen, Lächeln in die Gesichter zaubern.

Sowohl Klage- wie Lebensmauer verdeutlichen die christliche und existenzielle Dynamik von Leben und Glauben. Nach Karfreitag folgt Ostern - nach durchlittener Trauer neue Lebenskraft. Entsprechende Bilder und Texte unterstreichen diesen Vorgang. Die Lebensmauer wird bis zum Muttertag vom 14. Mai zugänglich sein.

Ort: Spitalkirche USZ, U Gel (neben dem Bistro Süd), rund um die Uhr geöffnet.

Seelsorge im USZ

Artikelaktionen