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Plattform für Ref-Jubiläum

Reformierte Kirche, Stadt und Kanton Zürich und ZH Tourismus gründen gemeinsame Plattform.

Reformierte Kirche, Stadt und Kanton Zürich sowie Zürich Tourismus bereiten sich auf das 500. Jubiläum der Reformation vor, das schwerpunktmässig in den Jahren 2017 bis 2019 gefeiert und begangen wird. Um eine Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten und Projekte zu ermöglichen und zu koordinieren, ist eine gemeinsame Organisationsplattform gegründet worden.

Die Initianten wünschen sich ein grosses, vielfältiges Jubiläum mit lokaler, nationaler und internationaler Ausstrahlung. Im Grundlagenpapier zur neugeschaffenen Plattform heisst es: «Zürich ist mit Genf und Wittenberg eines der drei wichtigsten Zentren der europäischen Reformation des 16. Jahrhunderts. Diese war vielgestaltiger Prozess mit Licht- und Schattenseiten und hat nachhaltige globale Wirkungen gezeitigt. Die emanzipatorischen unter ihren Inhalten haben die Ideen von individueller Menschenwürde und Demokratie ebenso wie Unternehmergeist, Wertekanon, Bildungswesen, Kultur und Mentalitäten nicht nur in Zürich, sondern in der gesamten westlichen Welt mitgeprägt. Zürich hat so, bis heute wirksam, ein Stück Freiheitsgeschichte geschrieben.»

Das vom Kirchenrat verabschiedete Grundlagenpapier wird unterstützt von Stadtpräsidentin Corine Mauch und Regierungsrat Martin Graf sowie den Verantwortlichen beim Reformierten Zürcher Stadtverband, Monika Frieden und Martin Zollinger. Ebenso arbeitet Zürich-Tourismus mit. Kirchenratspräsident Michel Müller wird der gemeinsamen Plattform vorstehen. In ihrem Rahmen wird die Stadt Zürich zudem drei bestehenden Netzwerken reformationsgeschichtlich bedeutender Städte Europas beitreten, die Informationsaustausch, Begegnung und gemeinsame Bewerbung der Jubiläumsaktivitäten fördern.

Der Organisationsplattform wird die Aufgabe zukommen, Ideen und Initiativen aufzunehmen und ihre Umsetzung zu koordinieren. Prioritär werden vorderhand Projekte angegangen, die eine lange Entwicklungszeit haben, also etwa aus den Bereichen Theater, Musical, Film oder Publikationen. Gleichzeitig werden Wanderwege, Führungen, Reiseführer, Apps, Reiseangebote und anderes mehr für die wachsende Zahl von Besucherinnen und Besuchern entwickelt, die Stadt und Kanton Zürich wegen ihrer reformatorischen Geschichte besuchen.

Bereits einen Schritt weiter ist die Jubiläumskampagne in Deutschland, wo sie am 31. Oktober 2017 ihren Höhe- und Schlusspunkt finden wird. Dann jährt sich zum 500. Mal das Symboldatum des Thesenanschlags Martin Luthers in Wittenberg. Dieser Akt war der Erst­impuls jener Bewegung, die nach dem Amtsantritt von Ulrich Zwingli als Grossmünsterpfarrer am 1. Januar 1519 auch Zürich erreichte. Die Kernjahre des Zürcher Jubiläums von 2017 bis 2019 sollen beide Daten verbinden. Erste Aktivitäten, die sich auf Themen und Ereignisse der Reformation beziehen, wird es aber bereits ab Spätsommer 2014 geben, und sie werden sich auch über die Kernjahre hinaus bis 2024 erstrecken.

«Das Jubiläum kann kommen», meint Martin Breitenfeldt, der landeskirchliche Beauftragte für das Reformationsjubiläum, bei dem Aufbau und Leitung der Geschäftsstelle der gegründeten Plattform liegen. «Zürich ist mit dieser Plattform gut für das Reformationsjubiläum gerüstet.»

Grundlagenpapier

Ablaufübersicht

Organigramm

Kontakt für Interviewanfragen und weitere Hintergrundinformationen:

Pfr. Martin Breitenfeldt
Beauftragter für das Reformationsjubiläum
Telefon 076 341 42 59
martin.breitenfeldt@zh.ref.ch
www.zh.ref.ch/refjubilaeum

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