Angebote Unterstufe

17.12.2010 11:13
Angebote für Kinder der Unterstufe im Religionspädagogischen Gesamtkonzept

Mit dem Eintritt in den Kindergarten betritt das Kind eine neue Lebens- und Erfahrungswelt. Weitere enge Bezugspersonen werden für das Kind wichtig. Viele Kinder erfahren sich erstmals als Teil einer grösseren Kindergruppe. Die meisten Kinder freuen sich über das neue Umfeld und die beginnende Selbständigkeit, und sie bewegen sich gerne darin.

Kolibri
Diese Freude am Neuen nimmt das kirchliche Angebot „Kolibri“ auf. Von den Angeboten der Kirchgemeinden ist es das erste, das die Kinder ohne Begleitung der Eltern besuchen können.
Kolibri-Veranstaltungen sind gottesdienstliche Feiern für Kinder im Alter von 5–9 Jahren, welche sich aus der Sonntagschularbeit heraus entwickelt haben und die Tradition des Erzählens von biblischen Geschichten, des Singens und Betens pflegen.
In einer Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit hören die Kinder altersgerecht erzählte Geschichten, die mit dem Erleben im Alltag des Kindes zu tun haben. Das Kind kann Gott hinter dem Sichtbaren und im Unerklärlichen erahnen und vertrauen lernen.
Die Bräuche im Kirchenjahr werden mit den Geschichten aus dem Leben von Jesus verbunden.
Es ist Zeit da, singend, spielend und kreativ den Glauben auszudrücken und zu feiern.
Die Form, in welcher die Kolibri-Kindergruppen feiern, ist je nach Gemeinde unterschiedlich. Die Kinder kommen in der Kirche, im Kirchgemeindehaus, im Quartierzentrum oder im Schulzimmer zusammen. Die Veranstaltung kann wöchentlich eine Stunde dauern; möglich ist auch, sich 14-täglich oder monatlich für einen ganzen Morgen oder Nachmittag zu treffen. Das Kolibri-Team bietet punktuell Kindertage, Lager, Kolibri-Ferienaktionen etc. an. Geleitet wird das Angebot in der Regel von einem Team von freiwilligen Mitarbeitenden.

Fiire mit Chlii und Gross
Ein wichtiges Standbein des Glaubens ist das Feiern. In der Vergangenheit hat die Kirche unterschiedliche Angebote in diesem Bereich gefördert und ausgebaut. Dabei wurde vor allem zielgruppenorientiert gedacht: Erwachsenengottesdienst am Sonntagmorgen, daneben Jugendgottesdienst, Kindergottesdienst, Fiire mit de Chliine. Dadurch gewannen die einzelnen gottesdienstlichen Angebote an Attraktivität für die betreffende Gruppe.
Das gemeinsame Feiern wurde oft etwas vernachlässigt. Hier setzt „Fiire mit Chlii und Gross“ an. Mit speziellen Inhalten und Formen ist es möglich, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kleinen und der Grossen gerecht zu werden. So wird „Fiire mit Chlii und Gross“ zu einem Fest, in dem verschiedene Generationen miteinander den Glauben feiern können.

Minichile
Der doppeldeutige Name „minichile“ sagt bereits etwas über dieses Angebot aus: Mini-Chile als Angebot für jüngere Kinder. Und Mini-Chile als Angebot, in dem die Kinder die Kirche als ihre Kirche erfahren können.
Die Kinder lernen die Kirche des Ortes mit ihren Räumlichkeiten kennen. Sie lernen Menschen persönlich kennen, die sich in verschiedener Weise in der Ortsgemeinde engagieren, z.B. Sigrist, Organistin, Pfarrerin oder Jugendarbeiter. So erhalten die Kinder einen ersten Einblick in die Lebenswelt der Kirche. Sie entdecken, dass die Kirche nicht einfach Gebäude, sondern auch menschliche Gemeinschaft ist, zu der sie dazugehören.
Ein weiterer Schwerpunkt sind wichtige Erzählungen der Bibel.
Das Angebot ist verpflichtend und wird von geschulten Katechetinnen und Katecheten durchgeführt.

3. Klass-Unti
Die Kinder befinden sich vor dem Übergang an die Mittelstufe. Sie haben an Eigenständigkeit und Selbständigkeit gewonnen und setzen sich intensiv mit ihrem Lebensumfeld auseinander. Die Drittklasskinder sind sehr aufgeschlossen und vielseitig interessiert. Dies auch in Bezug auf das kirchliche Leben. Ziel des Unterrichts ist es, die Kinder mit den Sakramenten und den Ausdrucksformen des Glaubens und der Kirche vertraut zu machen.
Der Unterricht kreist um folgende Themen:

  • Taufe
  • Beten
  • Abendmahl
  • Pfingsten
  • Die goldene Regel

Die ausgebildeten Katechetinnen und Katecheten gestalten das Angebot so, dass sich Kinder mit unterschiedlicher religiöser Vorbildung und Erfahrung wohl und angesprochen fühlen.
Der Kontakt zum Elternhaus wird auf verschiedene Weise gepflegt: Elternabende, Besuchstage, Gottesdienste. Das Angebot ist verpflichtend.

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